indische Feiertage

Shivaratri / Mahashivaratri

Die Nacht des Shiva

Im Hinduismus wird an diesem Tag bzw. in dieser Nacht Shiva, der Gott der Vernichtung geehrt.

Er steht für dich Vergänglichkeit und weist darauf hin, dass alles irgendwann vergeht.

Es gibt zwar Bilder und Skulpturen von Shiva, doch allen ist bewusst, dass er Formlos ist.

Verehrt wird meist ein Linga oder eines seiner Attribute wie den Dreizack.

Spontan in der Natur entstandene Lingas werden am häufigsten verehrt.


Rituell wird das Linga mit Wasser, Milch, Joghurt, Butter und Honig übergossen

und mit Bheel (Blättern) geschmückt.

Bahubali Song: Kaun Hai Woh


Jedes Jahr pilgern viele Gläubige zu den Lingas.

Der Weg dorthin ist meist beschwerlich, doch das empfinden die Pilger als Bußübung

und reisen deshalb unter ganz besonders schweren Bedingungen.

Himalaya, Eishöhle in Amarnath (Eislinga)

In diesem Fest steht meist der Aspekt des Erlösers im Vordergrund.


In den alten Schriften steht: „In der vierzehnten Nacht der dunklen Hälfte des Monats werde ich

im Kali-Yuga (das gegenwärtige Zeitalter) über die Erde gehen. Ganz sicher werde ich in allen Lingas sein,

in den beweglichen sowie den unbeweglichen, um die Sünden hinweg zu nehmen,

welche die Menschen im vergangenen Jahr begangen haben;

darum wird derjenige, der mich in dieser Nacht mit Mantren verehrt,

von Sünden frei sein“.


Dulha Mil Gaya Song: Aaja aaja mere Ranjhna

Daher ist es Tradition, zu fasten, die Nacht durchzuwachen und zu beten.

Überwiegend Frauen fasten und erbitten Segen für ihre Ehemänner.

Wer keine Pilgerfahrt machen kann, geht in einen nahegelegenen Tempel

oder zelebriert das Ritual zu Hause.

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